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Bildung07.12.2012

Prof. Dr. David Toumajian schätzt virtuelles Leben

"Die Fernhochschule ist ideal"

Prof. David Toumajian

Prof. Toumajian hat in Dänemark, Deutschland, Spanien und in den USA studiert und gelehrt.

Von San Francisco nach Oberschwaben: Für die meisten führt der Weg ins Glück eher in die umgekehrte Richtung. Nicht so für David Toumajian. Ihm bietet die Professur an der SRH FernHochschule Riedlingen das ideale Umfeld, sich seinen persönlichen und beruflichen Lebenstraum zu erfüllen.

Fettnäpfchen gibt es in Schwaben für Nicht-Einheimische zuhauf. Vor allem wenn sie, wie David Toumajian, aus Kalifornien kommen. „Am Anfang war ich zu lässig und habe beispielsweise auch fremde Menschen einfach geduzt. Noch jetzt bin ich nicht ganz sicher, wann ich Du oder Sie sagen soll“, erzählt der frischgebackene SRH Professor in perfektem Deutsch und lacht. Der 37-jährige Professor für Internationales Management und Marketing fühlt sich trotz des Kulturschocks pudelwohl in Oberschwaben. Denn mit dem Wechsel an die SRH FernHochschule Riedlingen kann er seine beiden großen Leidenschaften – Familie und Beruf – ideal miteinander vereinbaren.

„Das Schöne an der Hochschule ist die Flexibilität. Es ist egal, wo man wohnt und wann man sich in die Lehrveranstaltungen einloggt“, erklärt Toumajian. Denn gelehrt und gelernt wird hauptsächlich online. Über das Internet stehen Video-Vorlesungen sowie Lernmaterial zum Download bereit, oder die Daten werden per E-Mail an die Studenten verschickt. Dadurch lässt sich der Studienalltag eigenverantwortlich organisieren und besser in die persönliche Lebenssituation integrieren. Denn nur Prüfungen und bestimmte Kurse finden in einem der 13 Studienzentren der Hochschule statt.

Auch für Toumajian bringt das Vorteile mit sich: Aufgaben wie Studienbriefe samt Fallstudien und Übungen erstellen, Studierende betreuen oder virtuelle Seminare vorbereiten – das klappt alles von zu Hause aus. So kann er fast jeden Tag bei seiner Familie in Würzburg verbringen, sich um die fünfjährige Tochter und den zweijährigen Sohn kümmern.

Akademisches Wanderleben

Dass der 37-Jährige samt Familie überhaupt nach Deutschland zog, lag am Heimweh seiner deutschstämmigen Frau: Nach rund acht Jahren USA-Aufenthalt wollte sie wieder näher bei ihrer Familie wohnen. Außerdem sollen die beiden Kinder hier die Schule besuchen. „Im Vergleich zu den kalifornischen Public Schools sind die deutschen Bildungseinrichtungen besser“, ist Toumajian überzeugt. Allerdings nur bis zur Universität. Dort gehe es seiner Meinung nach häufig noch zu hierarchisch und wenig dynamisch zu.

Der Marketingprofessor mit armenischen Vorfahren weiß, wovon er spricht. Jahrelang führte er ein akademisches Wanderleben: Nach dem Collegebesuch in den USA machte er im spanischen Granada seinen Bachelorabschluss. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Deutschland unterrichtete er zwei Jahre an einer amerikanischen Grundschule. Doch der Wissensdurst war größer: In Reutlingen absolvierte er ein MBA-Studium und arbeitete gleichzeitig bei Hewlett-Packard in Böblingen im Bereich International Sales & Marketing. Während seiner Berufstätigkeit, unter anderem als Marketing Manager in Salt Lake City, schrieb er seine Doktorarbeit und wurde 2005 an der University of Utah promoviert. Danach lehrte er an der süddänischen Universität Odense und anschließend an der Dominican University of California, rund 20 Kilometer nördlich von San Francisco.

Chat und Webinar statt Audimax

Prof. Toumajian

Prof. David Toumajian: "Die Hochschule in Riedlingen ist für mich optimal. So kann ich Familie und Job optimal unter einen Hut bringen."

Toumajians Spezialgebiet ist das Konsumverhalten: Warum kaufen Kunden das, was sie kaufen? Wie definieren sich Menschen durch Marken und Produkte? „Der interdisziplinäre Ansatz aus Soziologie, Psychologie und Anthropologie fasziniert mich“, erzählt Toumajian begeistert. Als Studienfach ist Konsumverhalten in Europa noch nicht weit verbreitet. Die SRH FernHochschule Riedlingen ist eine der wenigen Hochschulen, die das Fach anbieten. „Überhaupt ist die Hochschule zukunftsorientiert und innovativ, sowohl bei den Themen als auch beim Wissenstransfer“, bestätigt Toumajian. „Und sie verbindet die Vorteile von virtueller und Präsenzuniversität.“ Viele Studieninhalte werden mittels neuer Technologien wie Podcasts, Videos und Voice-Chat anschaulich vermittelt. Dadurch können die Studierenden selbst bestimmen, wann sie lernen, ob nach Feierabend oder am Wochenende. „Gerade in Deutschland, wo viele Menschen Vollzeit arbeiten und das lebensbegleitende Lernen immer wichtiger wird, ist die Fernhochschule ideal“, sagt Toumajian. Dennoch braucht kein Student auf das Gemeinschaftserlebnis zu verzichten. An vier Wochenenden pro Semester wird Präsenzunterricht angeboten. Hinzu kommen virtuelle Veranstaltungen, die nach 19 Uhr stattfinden.

Das alles muss gut vorbereitet sein. Rund zehn Stunden täglich verbringt Toumajian daher am PC und Telefon. „Tätigkeiten wie Kurse vorbereiten, Arbeiten korrigieren, Studenten betreuen und Verwaltungsaufgaben – das ist sehr viel Arbeit, aber es macht auch sehr viel Spaß“, sagt der SRH Neuling. Er pflegt den für die USA typischen informellen und pragmatischen Stil: Es gibt keine festen Sprechzeiten, er hat immer ein offenes Ohr für seine Studenten. Zudem ist er bestens mit den Anforderungen eines Bachelor- und Masterstudiengangs vertraut. „Ich will, dass die Studierenden von meinen Erfahrungen profitieren“, wünscht sich Toumajian. Und für sich hofft er, dass er nach der intensiven Eingewöhnungsphase mal wieder Zeit für seine Hobbys hat: Rockmusik machen und Golf spielen.

Heike Link

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