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Mit Mehrwert studieren

Prof. Dr. Jörg Winterberg, Managing Director der SRH Higher Education

Mit der neu gegründeten SRH Higher Education macht sich die SRH fit für den Ausbau innovativer Studienangebote.

Heidelberg, Brüssel, Berlin, New York, Tokio, München – obwohl erst Mitte 30, ist Lukas Bungert in seinem Leben schon ordentlich herumgekommen. Bachelorstudium in Heidelberg, Auslandssemester in Brüssel, schließlich der erste Job bei einem Automobilzulieferer in Berlin. Dort beginnt Bungert nach einigen Jahren – nun als junge Führungskraft – sein Masterstudium, wird berufsbedingt für einige Zeit nach New York, dann nach Tokio versetzt und landet schließlich der Liebe wegen in München.

Zugegeben, Lukas Bungert ist ausgedacht. Seine Biografie ist es dagegen ganz und gar nicht. Viele Menschen sind heutzutage aus beruflichen oder privaten Gründen höchst mobil. Zeiten der Berufstätigkeit wechseln sich immer wieder mit Phasen des Lernens und ­Studierens ab oder verlaufen parallel. Nicht zuletzt der digitale Wandel und die demografische Entwicklung verdeutlichen die Notwendigkeit lebenslangen Lernens. 
Die Krux: Eine solche Biografie lässt sich mit einem traditionell angelegten Studium an einer staatlichen Universität – in Vollzeit, mit Präsenzpflicht an einem Ort und im Rahmen einer einzigen Hochschule – nur schwer realisieren. Zu unbeweglich, zu bürokratisch. Ein Student würde Monate für die entsprechenden Formalitäten brauchen, sofern sich seine Pläne ohne Brüche überhaupt umsetzen ließen.
Als Antwort auf solche Entwicklungen hat die SRH als einer der größten Anbieter von privater Hochschulbildung in Deutschland im vergangenen Jahr ihre zehn Hochschulen unter dem Dach der SRH Higher Education GmbH zusammengefasst. Gemeinsam will man künftig noch mehr Angebote für flexible Bildungskarrieren entwickeln, als es sie bei der SRH bislang schon gibt. „Mit der SRH Higher Education bündeln wir unsere Kräfte, um weiter zu wachsen und um noch besser zu werden. Wir wollen ein Studium ermöglichen, das der Lebenslage jedes Studierenden entgegenkommt“, sagt Prof. Dr. Jörg Winterberg, Managing Director des gemeinnützigen Unternehmens. „Ob er dann alle Facetten nutzt, bleibt ihm überlassen, aber er wird die Möglichkeit dazu haben.“

„Full Flex Five“ heißt das Zukunftsprojekt für die volle Flexibilität: Ein Student soll in einem solchen Stu­dien­gang immer wieder neu wählen können, ob er in Voll- oder Teilzeit studieren möchte, ob es ein Präsenzstudium an einer der SRH Hochschulen im In- oder Ausland oder aber ein Fernstudium sein soll. „Damit passt sich das Studium dem Leben an – und nicht umgekehrt“, meint Winterberg. Einen Großteil dieser Möglichkeiten haben Studenten an den zehn SRH Hochschulen bereits jetzt, aber noch nicht mit der kompletten Durchlässigkeit und Variabilität.

Wir wollen den Unterschied machen.

Prof. Dr. Jörg Winterberg, Managing Director der SRH Higher Education

Praxisnah lernen

An ihren Präsenzhochschulen wird die SRH den Ausbau moderner Lern- und Lehrmethoden vorantreiben. „Wir wollen den Unterschied machen, vor allem auch zu staatlichen Hochschulen. Die SRH soll für ein besonderes pädagogisches und didaktisches Konzept stehen, das den Menschen Kompetenzen vermittelt und sich statt mit reiner Theorie mit echten beruflichen Anforderungen beschäftigt“, gibt Jörg Winterberg die Richtung vor. „Unsere Kunden erwarten mit Recht von uns, dass wir sie optimal ausbilden, sodass sie einen gut bezahlten Job finden, der die Studiengebühren rechtfertigt.“ 

Konkret wird zum Beispiel das innovative Bildungsmodell CORE ab 2018 in allen SRH Hochschulen zum Einsatz kommen (siehe auch Kasten unten). Mit ihm wird bereits seit drei Jahren an der SRH Hochschule Heidelberg und inzwischen auch in einigen Studiengängen an anderen SRH Hochschulen erfolgreich studiert. Dass dieser 
Ansatz nicht nur bei den Studenten ankommt, ­beweist die aktuelle Nominierung der SRH Hochschule Heidelberg für den Genius Loci-Preis. Mit dieser neuen Auszeichnung ehrt der Stifterverband Institutionen, die sich um das Lehren und Lernen besonders verdient ­machen. 
www.srh.de (Hochschulen)

Text Ulrike Heitze Foto Sebastian Heck

Studieren nach dem CORE-Prinzip

CORE steht für Competence Oriented Research and Education und wird seit drei Jahren in allen Studiengängen an der SRH Hochschule Heidelberg und inzwischen auch in ausgewählten Studiengängen an anderen SRH Hochschulen eingesetzt. CORE setzt auf aktivierende Lehr- und Lernmethoden und damit auf eine der Hirnforschung folgende, kontinuierliche Art des Lernens: Das ­Studium ist in Fünf-Wochen-Blöcke unterteilt, in denen sich die Studenten ­jeweils mit einer praxisnahen Fragestellung beschäftigen und sie dabei aus verschiedenen fachlichen und methodischen Blickwinkeln betrachten. Je nach Thema und Aspekt zieht der federführende Dozent weitere Experten vom Fach hinzu. Grup­penarbeiten, Fallstudien, Rollenspiele, Experimente, praktische Übungen oder das Selbststudium haben klassische Vorlesungen weitgehend abgelöst. Am Ende jedes Blocks wird das Erlernte geprüft, wobei eine traditionelle Klausur nur eine von zwei Dutzend Prüfungsformen ist. 

www.hochschule-heidelberg.de (CORE-Prinzip)

Große Räume, keine Türen, viel Platz für Kommunikation – ein bisschen Start-up-Feeling für das insgesamt siebenköpfige SRH Higher Education-Team.

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