Studieren, wie ich mag

Ob in der Mittagspause, im Lieblingscafé oder in der Bahn: Der virtuelle E-Campus der SRH Fernhochschule bietet Studenten Freiheit und Flexibilität beim Lernen.

Diandra Lilienthal-Grundhöfer macht eine Brücke, steht im Handstand – und rutscht dann elegant in den Spagat. Die 22-Jährige arbeitet bereits seit einigen Jahren als Artistin, präsentiert auf Firmenfeiern und anderen Events ihre Choreografie und bietet zudem Akrobatik-Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Ohne tägliches Training geht das nicht. Um neben ihrem Artisten-Job studieren zu können, hat sich die junge Frau für ein Bachelorstudium an der SRH Fernhochschule – The Mobile University entschieden.

Spagat zwischen Sport, Kind und Studium

„Meine Zeit als aktive Akrobatin auf der Bühne ist begrenzt. Deshalb ist ein zweites berufliches Standbein wichtig“, erklärt Lilienthal-Grundhöfer. Das will sich die 22-Jährige mit ihrem Bachelorstudium im Fach Sportmanagement schaffen. Mittlerweile ist sie im 5. Semester – und sehr zufrieden mit den Studienbedingungen. „Das Fernstudium passt perfekt zu meinem ganz persönlichen Lebenskonzept“, sagt Lilienthal-Grundhöfer, die mit ihrer 18 Monate alten Tochter und ihrem Mann im hessischen Kurort Bad Nauheim lebt. „Ich muss auf nichts verzichten, habe Zeit für meine kleine Tochter, meine Akrobatik und mein Bachelorstudium.“ An einer Präsenzhochschule wäre dieser Mix kaum möglich gewesen, ist die junge Sportlerin überzeugt. Maximale Freiheit und Flexibilität: Das sind die großen Stärken des virtuellen E-Campus der SRH Fernhochschule. Denn der ist immer nur einen Mausklick entfernt. So kann jeder dort studieren und lernen, wo er mag: zu Hause, im Café um die Ecke, im Hotel auf Geschäftsreise – und nach seinem persönlichen Zeitplan.

Jeder in seinem Rhythmus

Tablet und Laptop sind dabei Hörsaal, Bibliothek, Lehrbuch und Kommunikationsplattform zugleich. „Unser E-Campus und alle Funktionen sind plattformübergreifend, damit jeder mit seinem persönlichen Lieblingsgerät auf die multimedialen Lerninhalte zugreifen kann“, erklärt Prof. Dr. Wolfram Behm, Professor für Informations- und Kommunikationsmanagement an der SRH Fernhochschule – The Mobile University. Er hat gemeinsam mit seinem Team die Studienplattform entwickelt und arbeitet permanent an weiteren Verbesserungen.

„Ich packe mein Tablet ein und habe alles, was ich zum Lernen brauche, dabei.“

Christian Hülsdau,
Fernstudent an der SRH Fernhochschule – The Mobile University

„Wir setzen modernste Technologien ein und konzentrieren uns darauf, ständig neue Funktionen bereitzustellen, die unsere Studenten beim Lernen unterstützen“, sagt Behm. In den als Electronic Publications (E-Pubs) entwickelten Studienmaterialien lassen sich digital Notizen machen und, wie im Papierbuch, Textstellen farbig markieren. „Damit das Lernen nicht zu trocken wird, sind in den E-Pubs Tonbeiträge und Filme integriert“, erklärt Behm. „Ein Klick, und der Professor erläutert Zusammenhänge oder stellt aktuelle Bezüge her.“

Die ergänzende hochschuleigene Videoplattform bietet den Studenten außerdem die Möglichkeit, Videos mit Notizen zu versehen und diese mit Kommilitonen zu diskutieren. Zudem stehen den Fernstudenten eine Online-Bibliothek und umfangreiche Office-Anwendungen und Tools zur Online-Zusammenarbeit und Bildung von Lerngruppen zur Verfügung.

Alles nur einen Mausklick entfernt

Fernstudent Christian Hülsdau schätzt vor allem, dass er von überall auf sämtliche Studienunterlagen zugreifen kann. Vergessene Ordner, falsche Mappe dabei: Das gibt es mit dem E-Campus nicht. „Ich packe mein Tablet ein – und habe alles, was ich zum Lernen brauche, dabei“, sagt Hülsdau, „die digitalen Studienbriefe, dazu Übungen, Aufzeichnungen von Online-Veranstaltungen und Musterklausuren, um mich optimal vorzubereiten.“

Sehr praktisch für den 38-Jährigen, denn er muss jede freie Minute für sein Masterstudium nutzen. Tagsüber arbeitet Hülsdau im Innovationsmanagement eines großen Lebensmittel-Discounters. In seiner Freizeit studiert er seit September 2015 an der SRH Fernhochschule Wirtschaftspsychologie und schreibt gerade an seiner Masterarbeit.

Diandra Lilienthal-Grundhöfer nutzt den Mittagsschlaf ihrer Tochter zum Lernen

Diandra Lilienthal-Grundhöfer hat mittlerweile feste Studienzeiten in ihren Alltag integriert: „Wenn meine Tochter Mittagsschlaf macht, ist das für mich die Zeit zum Lernen“, sagt sie. „Sobald sie die Augen schließt, mache ich es mir in meiner Lieblingsecke im Wohnzimmer gemütlich und packe mein Tablet aus.“

Fernstudenten sind oft Nachteulen

Außerdem sitzt die Akrobatin an mindestens vier Abenden in der Woche ab 19 Uhr am Schreibtisch – und widmet sich einige Stunden ganz ihren Studienbriefen, liest, fasst zusammen, löst Übungsaufgaben oder schreibt an Hausarbeiten. „Das ist meine Zeit, abends bin ich enorm produktiv“, erzählt die 22-Jährige.

Die freiwilligen Präsenzveranstaltungen, welche die SRH Fernhochschule an ihren 16 Studienzentren bundesweit anbietet, lassen sich für die Artistin nur selten realisieren. Dafür hält sie über Foren und E-Mails Kontakt mit Kommilitonen. „Gibt es Fragen zum Stoff oder zu prüfungsrelevanten Themen, kann ich sie im Forum loswerden oder direkt meine Professoren anschreiben – und habe im Handumdrehen eine Rückmeldung“, sagt Lilienthal-Grundhöfer.

Echte Freundschaften geschlossen

Dass der E-Campus auch die Option auf ein echtes Studentenleben bietet, schätzt Christian Hülsdau sehr: Einmal im Monat tauscht der 38-Jährige deshalb den virtuellen Hörsaal gegen einen reellen und besucht gemeinsam mit seinen Mitstudenten von Freitagnachmittag bis Samstagabend verschiedene Vorlesungen und Seminare. „Ich empfinde die Präsenzzeiten als sehr bereichernd“, sagt der Manager. So sei das Fernstudium weit weniger einsam: „Ich habe Gleichgesinnte, mit denen ich mich zwischen den Präsenzen auch mal über Skype unterhalte und die zum Teil echte Freunde geworden sind. Wir motivieren uns gegenseitig.“

Motivation braucht es zum Durchhalten. Denn das Pensum ist nicht ohne: Neben dem regulären Joballtag sind in einer Woche im Schnitt noch 16 bis 18 Stunden Büffeln angesagt – abends und an den Wochenenden. „Natürlich ist das ganz schön knackig, aber ich versuche beispielsweise, Reisezeiten mit der Bahn konsequent zum Lernen oder Lesen zu nutzen“, erzählt der 38-Jährige.

Viele Studenten der SRH Fernhochschule sind wie Christian Hülsdau berufstätig oder verfolgen wie Diandra Lilienthal-Grundhöfer parallel noch eine sportliche Karriere und haben kleine Kinder. „Um ihnen optimale Studienbedingungen zu bieten, arbeiten wir ständig an Verbesserungen und neuen Funktionen“, sagt IT-Experte Behm. So können Studenten seit Anfang Februar über die Lernplattform auch alle schriftlichen Arbeiten wie Hausarbeiten oder Praxisberichte mit wenigen Klicks hochladen. „Bisher war der Versand nur per Post möglich“, sagt Behm.

Der Vorteil dabei: kein nerviges Ausdrucken mehr, bei dem garantiert im entscheidenden Moment wahlweise das Papier oder die Tintenpatrone ausgeht. Keine verzweifelte Suche nach dem passenden Kuvert und kein Anstehen bei der Post, um die Hausarbeit noch termingerecht abzuschicken.

Damit das Lernen nicht zu trocken wird, sind in den E-Pubs Tonbeiträge und Filme integriert.“

Prof. Dr. Wolfram Behm,
Professor für Informations- und Kommunikationsmanagement an der SRH Fernhochschule

„Bequemer geht es nicht; diese Neuerung ist wirklich eine große Arbeitserleichterung für uns Studenten“, findet Diandra Lilienthal-Grundhöfer. Der jeweilige Korrektor bekommt sofort ein Signal, wenn das PDF hochgeladen ist. Der Student kann jederzeit den aktuellen Bearbeitungsstatus in seinem persönlichen E-Campus-Bereich einsehen – und schließlich die Bewertung.

Wenn alles nach Plan läuft, wird Artistin Lilienthal-Grundhöfer in wenigen Monaten ihr Bachelorstudium beenden. Für die Zeit danach hat sie schon ehrgeizige Pläne: „Ich bleibe dem Fernstudium treu – und möchte einen englischsprachigen MBA inklusive zwei Auslandsaufenthalten in den USA anschließen“, sagt sie. Auch mit Kind kein Problem, denn die Unterstützung ihres Mannes hat sie. „Er nimmt seinen Jahresurlaub und wir gehen gemeinsam mit unserer Tochter nach Amerika.“ Und auch dort soll die Artistik nicht zu kurz kommen.

Text: Katja Stricker
Fotos: Heinrich Voelkel / Agentur Ostkreuz

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